Hanne Loreck

vorWand

Ein kunstkritisches Plädoyer für das Dekorative

Abstract

Dr. Hanne Loreck kann am Beispiel vom »Haus des Lehrers« zeigen, wie die ambivalente Geschichte des Dekorativen sich in ästhetischen und ideologischen Polarisierungen wie etwa Außen und Innen, Schein und Sein, Hülle und Kern und ähnlichen Positivismen vollzieht. Damit wurden klassische Dichotomien nicht nur reproduziert, sondern auch erfolgreich in Funktion genommen. Denn so wenig die wahre, auf das Wesentliche reduzierte Gestalt eines Gebäudes oder Objektes ohne den Verweis auf das verstellende und verhüllende Ornament auskam, so wenig kann man die dekorative Gestaltung getrennt von ihrem Bezug zur Ursprungsform denken. Nur in dieser unlösbaren Verquickung konnte die idealistische Idee der reinen und ursprünglichen Kunst überleben. Hanne Loreck versucht nun, das Verhältnis von Dekorativem und reiner Form neu zu denken und fragt nach der politisch-utopischen und der soziokulturellen Dimension des Dekorativen. In ihren Ausführungen bezieht sie sich auf die Projekte »Blinkenlight« und »Bilderbucharchitekturen« sowie auf die Künstler Dan Graham und Dan Flavin.


Alle Rechte vorbehalten.
URL dieser Ressource: http://www.ask23.de/draft/archiv/hs_publikationen/vorwand.html   |  URN: urn:nbn:de:0015-2008020708
Das ist die Originalversion der Ressource: Verfügbar gemacht von christiane am 2008-02-07, Hashwert 250ebc226bb7fb278c0dddf1168ee0524c9672d7